WIE WIRKEN ÄTHERISCHE ÖLE ?

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Ätherische Öle verkörpern die regenerierenden, schützenden und immunstärkenden Eigenschaften von Pflanzen. Die Vielfalt ihrer chemischen Bestandteile machen ein ätherisches Öl therapeutisch so wirksam.

Manche Öle können aus hunderten unterschiedlichen chemischen Bestandteilen bestehen. Die Bestandteile von ätherischen Ölen haben eine kleine Molekulargröße und sind lipidlöslich. Aufgrund dieser Lipidlöslichkeit können die Bestandteile ätherischer Öle schnell und einfach in die Haut und die Zellmembrane eindringen.

Dabei ist beachtlich, dass die unzähligen Bestandteile eines einzigen Tropfens ätherischen Öls das Potenzial hat, innerhalb von 20 Minuten auf jede einzelne Körperzelle zu wirken.
(Illustration: doTERRA Living Magazin 2015, S. 33)
Ein Öl wirkt dabei nicht nur lokal, also sprich auf der Stelle auf der man es auf die Haut aufträgt, sondern es wirkt gleichzeitig auch systemisch. Das bedeutet, die Bestandteile des Öls dringen durch die Haut in den Blutkreislauf ein und wirken gezielt auf die Organe im gesamten Körper.
BLUT-HIRN-SCHRANKE:
Die Blut-Hirn-Schranke ist ein Filtermechanismus zwischen dem Blutkreislauf und dem Gehirn, das Schadstoffe daran hindert, in das Gehirn und die Zerebrospinalflüssigkeit einzudringen. Es wird häufig irrtümlich angenommen, dass alle kleinen Moleküle die Blut-Hirn-Schranke überqueren können. Jedoch sind erstaunliche 98% der Medikamente mit kleinen Molekülen nicht in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke zu überqueren. (Pardridge, 2009). Chemische Bestandteile, die Sesquiterpene - ein Bestandteil in Ölen wie Weihrauch und Sandelholz - können die Blut-Hirn-Schranke überqueren (Wang et al., 2012; Zhang et al., 2009). Daher können Sesquiterpene im Gegensatz zu den meisten pharmazeutischen Medikamenten direkt mit den Gehirnzellen interagieren und therapeutische Wirkung auf das Gehirn haben. Tatsächlich ist bekannt, dass Sesquiterpene mit den Rezeptoren von Neurotransmittern, spezifisch mit Rezeptoren von Glycin, Dopamin und Seratonin interagieren (Wang et al., 20012 Okugawa et al., 2000).
Selbst wenn die chemischen Bestandteile eines ätherischen Öls nicht in der Lage sind, die Blut-Hirn-Schranke zu überqueren, kann das ätherische Öl immer durch die Aktivierung des Riechkolbens das Gehirn beeinflussen. Gerüche und Emotionen werden in ähnlichen Gehirnstrukturen innerhalb des limbischen Systems verarbeitet (Pause et al., 2003). (Modern Essentials, S. 8, 9)
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Abbildung: Systemischer Zyklus
Im Überblick: Absorption, Verteilung, Metabolisierung und Ausscheidung von ätherischen Ölen bei therapeutischen Wirkungen im ganzen Körper. (Modern Essentials, 2015 AromaTools, S. 16)

Ätherische Öle können folgende Eigenschaften besitzen:

  • Antibakteriell: ein Wirkstoff verhindert das Wachstum von Bakterien oder tötet diese ab.
  • Antikatarrhalisch: ein Wirkstoff, der exzessive Katarrhe aus dem Körper entfernt. Schleimlöser fördern den Schleimabtransport von den Atemwegen.
  • Antidepressivum: ein Wirkstoff, der Depressionen lindert.
  • Antimykotisch: ein Wirkstoff, der Pilzinfektionen verhütet und bekämpft
  • Infektionshemmend: ein Wirkstoff, der Krankheitserreger bekämpft und verhütet
  • Entzündungshemmend: ein Wirkstoff, der Entzündungen lindert.
  • Antimikrobiell: ein Wirkstoff, der krankheitserregende Mikroorganismen hemmt oder vernichtet.
  • Antiparasitär: ein Wirkstoff, der Parasiten verhütet und zerstört.
  • Antirheumatisch: ein Wirkstoff der Rheuma verhindert und lindert.
  • Antiseptisch: ein Wirkstoff, der die Entwicklung von Mikroben verhindert und vernichtet.
  • Antispasmodisch: ein Wirkstoff, der Krämpfe und Konvulsionen verhindert und lindert.
  • Antiviral: eine Substanz, die das Wachstum von Viren hemmt.
  • Analgetisch: eine schmerzstillend Substanz.
  • Immunstimulant: ein Wirkstoff, der den natürlichen Abwehrmechanismus des Körpers stimuliert.

WIE WENDE ICH ÄTHERISCHE ÖLE AN?

Da ätherische Öle durch den Destillationsprozess so hochkonzentriert sind (50 - 70 mal stärker als frische Kräuter) reichen 1-3 Tropfen meist absolut aus. Mehr ist nicht gleich besser, denn der Körper scheidet bei einer „Überdosierung“ die Wirkstoffe ungenutzt aus. In der Regel gilt bei akuten Fällen weniger Tropfen, dafür alle 30-60 Minuten den Vorgang wiederholen. Im Prinzip entstehen beim richtigen Umgang mit ätherischen Ölen keine Nebenwirkungen.

In der Anwendung der Öle unterscheidet man unter :

ÄUßERLICHE ANWENDUNG
(topisch)

AROMATISCHE ANWENDUNG

INNERLICHE ANWENDUNG
(intern)

ÄUßERLICHE ANWENDUNG (topisch)

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Foto: doTERRA Living Magazin 2013
Bei dieser Anwendungsmethode reichen in der Regel 1 bis 3 Tropfen Öl aus. Bei empfindlicher Haut oder bei Kindern werden ätherische Öle mit einem Trägeröl (z.B. fraktioniertes Kokosöl) „verdünnt“. Wobei die ätherischen Öle nicht an Wirkung verliert oder „gestreckt“ werden, sondern das Trägeröl dient dazu sog. „heisse“ Öle für sensible Hautstellen besser verträglich zu machen.

Wenn man mehrere Öle Schichtweise (nacheinander) auftragen möchte, wird immer ein Trägeröl verwendet. Für den schnellen und einfachen Gebrauch werden eigene Ölmischungen für unterschiedliche therapeutische Zwecke angeboten. Die erhältlichen Ölmischungen sind speziell aufeinander abgestimmt. Die chemischen Eigenschaften jedes einzelnen Öls können sich bei falscher Mischung ändern und zu unerwünschten Reaktionen führen. Das Trägeröl dient zudem als eine Art „Transportfahrzeug“ das sich mit den ätherischen Ölen verbindet und (jedes einzelne Öl) sicher „eingeschlossen“ noch schneller durch die Haut in den Blutkreislauf und die Zellen transportiert.

Beispiele für äußerliche Anwendung

1.

Fußsohlen: die Haut der Fußsohlen ist wegen ihrer großen Poren der zweitschnellste Körperbereich, der Öle absorbiert. Ebenfalls schnell werden Öle hinter dem Ohr (Öle niemals direkt in den Gehörgang träufeln!) und am Handgelenk.

2.

direkt auf die betroffene Stelle: Bei Prellungen, Verstauchungen, Schnittwunden, gelegentlichen Verspannungen, gelegentlichen Muskelschmerzen etc. können ätherische Öle lokal angewendet werden.

3.

Aroma Touch Technique ™: ist eine von Dr. Hill entwickelte Technik Öle auf Rücken, Hände und Fußsohlen aufzutragen. Dabei werden bestimmte Öle und Ölmischungen verwendet, die gezielt unterschiedliche Bereiche des Körpers positiv unterstützen, Nähere Infos zur AROMATOUCH™ Technik erhältst du hier.

4.

Umschläge mit ätherischen Ölen: dabei wird ein Handtuch in (2L) Wasser (kalt oder warm - je nach Bedarf) eingelegt und mit gewünschten Ölen gemischt. Die Öle bilden auf der Wasseroberfläche einen Film und verbleiben beim herausnehmen des Handtuchs aus dem Wasser auf dem Stoff. Das überschüssige Wasser wird ausgewringt und das Handtuch auf die benötigte Körperstelle gelegt.
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Foto: doTERRA Living Magazin 2016

AROMATISCHE ANWENDUNG

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Diffusor
Foto: doTERRA Living Magazin 2015
Bei der aromatischen Anwendung werden der Dunst der die ätherischen Öle entweder direkt aus dem Fläschchen eingeatmet oder mittels einem Diffuser zu einem feinen Ölnebel zerstäubt.

Das Inhalieren von Ölen hat eine starke Wirkung auf Emotionen und Hormone und wirkt ebenfalls schnell und effektiv auf Stirn- und Nebenhöhlen, Kehlkopf, Bronchien und Lungen. Somit ist die aromatische Anwendungen gerade für Sänger und Sprecher enorm wichtig, ob Vorbeugend/zur Stärkung oder zur Linderung von gelegentlichen Beschwerden der Atemwege. Denn gerade Sänger/Sprecher sind auf die gesunde Funktion der Atemwege angewiesen. Atmung und Stimme sind zwei Bereiche die unmittelbar aufeinander einwirken, denn eine Beeinträchtigungen der Atmung/Atemwege wirken sich auch immer auf die Stimme und den Stimmklang aus.

Gerüche und Emotionen werden in ähnlichen Gehirnstrukturen innerhalb des limbischen Systems verarbeitet (Pause et al., 2003). Beim limbischen System handelt es sich um eine Gruppe ähnlicher Gehirnstrukturen, die Emotionen, Erinnerungen und Gerüche verarbeiten. Der Geruchssinn ist einzigartig, denn „Kein anderes Sinnessystem stellt diese Art direkten und intensiven Kontakt mit den neuroyalen Substraten von Emotionen und Erinnerungen her, was möglicherweise auch erklärt, warum Erinnerungen, die von Gerüchen wachgerufen werden, emotionell ungewöhnlich potent sind“ (Hertz et al., 1996). Modern Essentials, 2015 AromaTools, S. 9

Riechbahn:
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Foto: Modern Essentials, 2015 AromaTools, S. 49
Diffusor: die Anschaffung eines Diffuser zahlt sich schon allein deshalb aus, weil die Anwendung ätherischer Öle dadurch so unglaublich einfach und gleichzeitig so effektiv ist. Ein Diffuser zerstäubt das Öl in einem Wassertank zu einem mikrofeinem Dunst, der in wenigen Sekunden über viele Kubikmeter der Raumluft verteilt wird. Dabei bleiben die Öle mit ihren sauerstoffhaltigen Moleküle in der Luft und erfrischen und reinigen die Raumluft. Die antibakteriellen und antiviralen Eigenschaften der Öle töten Bakterien in der Raumluft ab und können auch zur Verringerung von Pilz- und Schimmelbefall beitragen. Mit jedem Atemzug nimmt man so die unzähligen Wirkstoffe der ätherischen Öle über die Nase auf. Die meisten Diffuser sind klein und praktisch zu transportieren. Ob zu Hause, im Tonstudio, im Tourbus, im Hotelzimmer, der Garderobeman kann die Diffuser praktisch überall mitnehmen und seinem Körper und der Stimme Gutes tun.

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Bei den Diffusor-Rezepten findest du unzählige Mischungen, die dir deinen Tag verschönern!
Probier´s aus.
Direktes Inhalieren: entweder die geöffnete Flasche des ätherischen Öls in Gesichtsnähe halten und inhalieren oder 1-2 Tropfen auf die Hände geben, die Hände über Mund und Nase falten und inhalieren.
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Anatomisch gesehen ist das Geruchssystem eng an das limbische System im Gehirn gekoppelt. Das limbische System umfasst Strukturen wie den Hippocampus (Langzeitgedächtnis), die Amygdala (Emotionen), den Hypothalamus (autonomisches Nervensystem und Hormone) und den Gyrus cinguli (reguliert Blutdruck, Herzfrequenz und Aufmerksamkeit). Da das Geruchssystem so eng mit dem limbischen System verbunden ist, haben ätherische Öle so profunde physiologische und psychologische Wirkung. (Modern Essentials, 2015 AromaTools S. 49)

INNERLICHE ANWENDUNG (intern)

Mit der innerlichen Anwendung ist das Schlucken oder sonstige körperliche Einnahme von ätherischen Ölen gemeint. NUR REINE ÖLE MIT THERAPEUTISCHEM GRAD SOLLTEN INNERLICH EINGENOMMEN WERDEN. (s. dazu auch „Was sind ätherische Öle“) Geeignet sind dazu fertig erhältliche Ölmischungen in Kapseln oder ätherische Öle von doTERRA die entsprechend gekennzeichnet sind!
Die Einnahme kann mit Hilfe von Leerkapseln, die selber mit ein paar Tropen befüllt werden erfolgen, oder mit Honig, oder gemischt in einem trinkwarmen Getränk.

Alle Öle von doTERRA sind CPTG (Certified Pure Therapeutic Grade/ Garantiert reine therapeutische Qualität) zertifizierte reine Öle und frei von Füllstoffen, Verunreinigungen, synthetischen Stoffen oder Pestiziden. Diese Öle werden auf ihre Wirksamkeit mittels Analyse durch Gaschromatographie und Massenspektrometrie (GCMS) getestet - und zwar jede einzelne Charge. Um ein Ölextrakt mit geprüfter therapeutischer Reinheit zu erhalten, setzt der doTERRA CPTG©-Standard voraus, dass dieses Ölextrakt nur aromatische Verbindungen enthalten darf und mit gleichbleibender Geschwindigkeit, Temperatur und Zeit produziert wird, um eine optimale Qualität zu erhalten. Besteht eine Charge die Tests nicht, so wird das Ölextrakt auch nicht abgefüllt!

Die schnellst wirksamste Methode der inneren Einahme von Ölen ist, aufgrund der nah liegenden Blutgefäße an der Gewebeoberfläche, unterhalb der Zunge. So können die Wirkstoffe der ätherischen Öle direkt in den Blutstrom eindringen, und schnell an die verschiedenen Bereiche und Organe im Körper transportiert werden. Dies gilt nur für milde und geschmackliche Öle.
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Kapseln: eine einfache Art ätherische Öle innerlich einzunehmen ist, diese in leere Kapseln zu träufeln, die Kapseln zu schließen und unmittelbar danach zu schlucken. Gerade für Öle die einem nicht besonders gut schmecken, ist dies Methode besonders praktisch. doTERRA Veggie Caps bestehen aus rein pflanzliche Stoffen, die die Verdauung nicht stören und sind frei von Konservierungsstoffen, Gelatine, Weizen, Zucker, Stärke, Milchprodukten und tierischen Produkten.
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als Getränk:
1 Tropfen Öl auf 1 Tasse Wasser, Reismilch, Mandelmilch oder Wasser geben und mit einem Metalllöffel verrühren. Niemals sollten Plastiklöffel- oder Becher verwendet werden, da die Öle Teile der Plastikbestandteile (Weichmacher) herauslösen. Besonders anschaulich wurde mir dies bei der Verwendung meiner Sportflasche und ein paar Tropfen Öl verdeutlicht. Nach wenigen Minuten wurde das Wasser ziemlich trüb, was eine Reaktion des Öls auf meine Plastikflasche bedeutete. Für den Transport von ätherischen Öl-Getränken eigenen sich deshalb am besten Glasflaschen.
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Die ätherischen Öle von dōTERRA in Garantiert Reiner Therapeutischer Qualität (CPTG) bestehen aus rein natürlichen aromatischen Verbindungen, die sorgfältig aus Pflanzen extrahiert werden. Sie enthalten keine Füllstoffe oder künstliche Zusätze, die ihre Wirksamkeit mindern und sind frei von Verunreinigungen, wie Pestiziden und anderen chemischen Rückständen. Für Sicherheit und Wirksamkeit ist der richtige Gehalt an aktiven Verbindungen genauso wichtig wie die Abwesenheit von Verunreinigungen. Von vielen Ölen wird behauptet, sie wären von therapeutischer Qualität, und einige mögen vielleicht rein sein, doch nur sehr wenige werden strengen Tests hinsichtlich ihrer chemischen Zusammensetzung unterworfen. Die ätherischen Öle von dōTERRA in garantiert reiner therapeutischer Qualität werden mittels Massenspektrometrie und Gaschromatografie getestet, um sowohl Reinheit, als auch die Wirksamkeit der Zusammensetzung des Extrakts in jeder Charge sicherzustellen.
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was sind ätherische öle, Ursula Prochazka, Gesundheit, Wohlbefinden,
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Ursula Prochazka

Die CPTG® Öle von doTERRA erhältst du über den Shop.

Bei Fragen kannst du mich auch gerne kontaktieren.
+43 (0)664 823 25 79

© 2016 Ursula Prochazka
(Quellen: Aroma Tools, Modern Essentials, 2015; doTERRA; doTERRA Living Magazin 2013, 2015)